Advent, Advent, ein Lichtlein brennt................

Die meisten Menschen gehen am Samstag vor dem 1. Advent zum Weihnachtsmarkt, einen Glühwein trinken. Wie langweilig.............

Wir schnappen uns unseren Nasstauchanzug, die Flossen, eine Fackel und treffen uns um 17:00 Uhr bei der alten Schleibrücke in Kappeln, um eine Runde schwimmen zu gehen. Die Wassertemperatur ist eher gering, die Lufttemperatur manchmal noch geringer, zumindest sind unsere Zuschauer meist sehr dick angezogen und halten uns wahrscheinlich für total bescheuert. Sind wir aber nicht, nur ein klein wenig verrückt.............

     

Das ganze gefällt uns so gut, dass wir es nun schon seit über 31 Jahren regelmäßig machen. Und es ist noch keiner erfroren!

Die Schwimmstrecke beträgt ca. 1000 m. Am Ziel gibt es dann zum aufwärmen auch einen kleinen Glühwein aus der Taucherflosse und einen bescheidenen Imbiss.         

Wer mitschwimmen will, sollte über einen guten Nasstauchanzug, Flossen, Handschuhe, etwas Blei (ca. 50 % der beim tauchen üblichen Bleimenge) und den Willen verfügen, mal etwas richtig geiles zu machen! Die Fackel stellen wir. Mitschwimmer sind immer willkommen! Tauchschein, Vereins- oder Verbandsmitgliedschaft sind nicht notwendig, die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr! Die Schwimmer werden immer von mindestens einem Sicherungsboot begleitet und sind zusätzlich zur Fackel mit einem Knicklicht ausgerüstet.

 

Das nächste Adventsschwimmen findet am Samstag, den 28. November 2015 in Kappeln statt!

Start ist um 17:00 Uhr an der alten Schleibrücke Westufer vorm Cameo.

Wer Interesse hat, mit zu schwimmen, schicke bitte eine E-Mail.

 

Bericht aus dem Schleiboten vom 3. Dezember 2012 über das 31. Adventsschwimmen:

Tauchergruppe trotzte der Kälte

03. Dezember 2012 | 06:50 Uhr | Von uk

http://www.shz.de/nachrichten/lokales/schleibote/artikeldetails/artikel/tauchergruppe-trotzte-der-kaelte.html

Die in der Schlei schwimmenden Taucher erinnerten mit ihren Fackeln an durch die Nacht ziehende Glühwürmchen. Foto: U. KÖHLER 

Beim Fackelschwimmen in der Schlei blieben die Froschmänner unter sich / Zuschauer verfolgten Geschehen vom Ufer aus

Kappeln. Während die Zuschauer angesichts einer Temperatur nahe des Gefrierpunktes der Dinge harrten und "bibberten", stiegen die Taucher mit lautstarkem "Juchhuh" von der Treppe nahe der Anlegestelle des Fahrgastschiffes in die Schlei - immerhin fast noch vier Grad "warm". Einer von ihnen gab eine Extraeinlage und sprang mit einem Salto in die Fluten.

Einmal mehr gestaltete sich das Fackelschwimmen der Süderbraruper Tauchgruppe zu einem sehenswerten Spektakel. Frieren - das war nur bei den Zuschauer der Fall, für die Schwimmer in ihren Neoprenanzügen als Kälteschutz sah das ganz anders aus. Kaum im Wasser, drang Wasser in die Anzüge ein und das wurde von der Körpertemperatur erwärmt. "Kuschelig warm", war da zu hören. Doch das hielt nicht ewig.

Geschützt durch die Anzüge hielt sich die Temperatur des aufgewärmten Wassers zwischen 30 und 45 Minuten. Und diese Zeit reichte, um unter der Schlei-Brücke hindurch zu schwimmen und nach rund einem Kilometer das Ziel, den Ostsee-Marine-Service zu erreichen. Dort wartete auf die schwimmenden Taucher bereits heißer Punsch. Wer es traditionell wollte, so wie der Präsident der 46 Mitglieder (darunter zehn Jugendliche) zählenden Süderbraruper Tauchgruppe, Stefan Meyer aus der Gemeinde Steinberg, trank seinen Punsch aus der Schwimmflosse, andere bevorzugten Becher. Und dann ging es für alle ganz schnell unter die heiße Dusche.

Das nunmehr 31. Fackelschwimmen habe, versicherte an Ort und Stelle Stefan Meyer, keinen ernsten Hintergrund, diene alleine dem Spaß. Mit brennenden Fackeln durch die Schlei zu schwimmen, sei keineswegs nur etwas für "harte Männer" - auch Frauen seien gelegentlich dabei. Diesmal allerdings blieb das "starke Geschlecht" unter sich. Zunächst waren es elf an der Zahl. Und als sie sich schwimmend schon ein ganzes Stück entfernt waren, in der Dunkelheit nur noch als "Glühwürmchen" erkennbar waren, kam ein Nachzügler, sprang ins Wasser, griff sich eine Fackel und hatte die Elfer-Gruppe bald eingeholt. Begleitet wurden die Taucher von einem Schlauchboot namens "Seeteufel" - für den Fall, dass einem die Puste - sprich Kondition - ausgehen sollte.

Das Angebot des Taucher-Präsidenten an die Zuschauer, mitzuschwimmen - "Wir haben noch Neoprenanzüge" -, hatten diese dankend abgelehnt. Und so blieben Taucher im Alter zwischen 37 und 62 Jahren unter sich, hatten einmal mehr ihren adventlichen Fackel-Schwimmspaß entlang des westlichen Ufers der Schlei.

 

 

Bericht aus dem Schleiboten vom 1. Dezember 2008 über das Adventsschwimmen:

17 Taucher ließen die Schlei im Fackelglanz leuchten

1. Dezember 2008 | 04:40 Uhr | Von spa

 http://www.shz.de/lokales/schleibote/artikeldetails/article/793/17-taucher-liessen-die-schlei-im-fackelglanz-leuchten.html

Lichtertanz auf dem Wasser: Gut verpackt schwammen die Taucher durch die Schlei. Mit dabei: ein Adventskranz (ganz links). Foto: Panozzo

Es ist schon zur Tradition geworden: Am Wochenende brachten die Mitglieder der Tauchgruppe Süderbrarup die Schlei zum 27. Mal vom Brückenkopf bis zum Ruderhaus bei ihrem jährlichen Fackelschwimmen zum Strahlen.

In diesem Jahr wagten sich 14 männliche und drei weibliche Taucher ins kalte Nass. Alle hatten sich strikt an die Kleiderordnung gehalten und spezielle Taucheranzüge aus dickem Neopren übergezogen, dazu Kapuze und Fingerhandschuhe. Premiere: Taucher Lothar Schidler zog sich dazu erstmalig eine Nikolausmütze über seinen Neoprenkopfschutz. Jeder Taucher führte außerdem eine brennende Fackel mit sich, dazu wurde ebenfalls ein Adventskranz mitgezogen, der schon, der Zeit ein wenig vorgegriffen, vier brennende Kerzen trug.

Geschwommen wurde bei geschätzten sieben Grad Wassertemperatur, dazu leichter Strömung gen Schleimünde. Als Zielort wurde wieder das 1000 Meter entfernte Ruderhaus in Grauhöft anvisiert, das der Taucherkonvoi als Aufwärmdomizil nutzt. Der Präsident der Tauchgruppe Süderbrarup, Stefan Meyer, freute sich besonders darüber, dass auch ein Begleitboot der DGzRS erschienen war, das zusätzlich zu zwei weiteren Booten die Absicherung der Taucher übernahm. Erstmalig wurde auch das neue Boot, das zum Wracktauchen eingesetzt werden soll, vorgestellt. Dieses Boot, Typ Bombard 550, 75 PS-Viertaktmotor, verfügt über GPS und Echograph, um Wracks besser orten zu können. Fröhlich warb Stefan Meyer in seiner Ansprache auch um weitere Mitglieder, die sich für den Tauchsport interessieren. Die Tauchgruppe Süderbrarup trifft sich jeden Dienstag zum Training, im Winter ab 19.20 Uhr im Hallenbad Ellenberg, im Sommer mittwochs ab 19.30 Uhr im Freibad Süderbrarup.

Übrigens beenden die Taucher ihr Jahresprogramm mit einem Silvestertauchen in Rabelsund. Am letzten Tag des Jahres gehen Mitglieder und Gäste noch einmal in die Schlei. Start ist um 11 Uhr.